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Zuzug aus Südosteuropa im Ruhrgebiet

29.06.2026
10:00 - 17:00 Uhr

Zuzug aus Südosteuropa im Ruhrgebiet
Standpunkte. Zerrbilder. Verständigung.
Fachtagung

Die EU-Freizügigkeit ist in Zeiten zunehmenden Isolationismus' und nationaler Abschottung eine unverzichtbare europäische Errungenschaft. Sie ist Ausdruck einer freien, demokratischen und multilateralen Welt und in ihrem Wert nicht hoch genug einzuschätzen. Gleichzeitig bleibt das Projekt der europäischen Integration ein Unterfangen, in dem strukturelle Differenzen und politische wie ökonomische Ungleichzeitigkeiten zu bewältigen sind. Dabei ist der Zuzug von EU-Bürger:innen aus Südosteuropa – zu einem großen Teil aus Rumänien und Bulgarien – gerade für Städte des Ruhrgebiets durchaus ein Stresstest, insbesondere dann, wenn sie aus strukturschwachen Regionen stammen. Nicht selten wachsen in diesem Zuge in den Ruhrgebietskommunen und -quartieren Vorurteile: Menschen werden voreilig verurteilt und des Sozialleistungsbetrugs bezichtigt. Die Anfeindungen reichen bis zu antiziganistischen Ressentiments, wenn sich ein verzerrter Blick etwa auf Sinti- und Roma-Communities richtet. Wie gelingt vor diesem Horizont eine erfolgreiche Integration, ein gutes Miteinander in den Städten und Quartieren sowie eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts und Friedens?

mit Andrea Henze, Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, Dr. Andreas Hauptmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, Astrid Neese, Beigeordnete für Bildung, Arbeit und Soziales der Stadt Duisburg, Madeline Kaupert, Referentin für Soziale Quartiersentwicklung, Referat RS 4 „Städtebauförderung, Soziale Stadtentwicklung“, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Tobias Neuburger, Soziologe

Beginn
Mo., 29.06.2026, 10:00 Uhr
Ende
Mo., 29.06.2026, 17:00 Uhr
Tagungsbeitrag
39,00 € (inkl. MwSt.)
Tagungsnummer
A26099