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© Pexels_pixabayDas ist mir aber peinlich...- Schamkompetenz in der pflegerischen Versorgung
25.02.2027
09:00
- 16:30 Uhr
Pflegende und pflegende Angehörige begegnen täglich Situationen, in denen Nähe, Hygiene, Intimität und Verletzlichkeit der Patientinnen und Patienten aufeinandertreffen. Schamgefühle können dabei sowohl Patientinnen und Patienten als auch die Pflegeperson betreffen: Krankheitssymptomen, Körperbildveränderungen, Intimsphäre oder Unabhängigkeitsverlust können zu Schamerleben führen, ebenso wie Ekelreaktionen, Unsicherheiten im Umgang mit belastenden Situationen und dem Spannungsfeld zwischen professioneller Nähe und einfühlsamer Zuwendung.
Denn in diesem Spannungsfeld gewinnen Schamgefühle und deren Abwehr an Bedeutung: Sie können Barrieren erzeugen, aber auch als Wegweiser dienen, um Schutzbedürfnisse, Beziehungsdynamiken und Entwicklungspotenziale besser zu verstehen. Die Fähigkeit, Scham wahrzunehmen und behutsam damit umzugehen, eröffnet trotz eingeschränkter Handlungsspielräume neue Möglichkeiten der Unterstützung und Begleitung.
Ziel des Seminars ist es daher, das Verständnis für Schamprozesse zu vertiefen, emphatische Kommunikation zu stärken und eine patientenzentrierte Versorgung zu sichern. Anhand konkreter Erfahrungen aus der Praxis beleuchten wir, wie Schamgefühle entstehen, welche Auswirkungen sie auf die Interaktion mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen haben können und wie reflektiertes Handeln helfen kann, eine respektvolle und sichere Pflegebeziehung zu gestalten.
Das Seminar richtet sich sowohl an pflegende Angehörige als auch an Pflegefachkräfte, Praxisanleiterinnen und -anleiter, Stationsleitungen sowie weitere Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen, die regelmäßig mit sensitiven Situationen konfrontiert sind. Ziel ist es, das eigene Handlungsspektrum zu erweitern, die Patientenzufriedenheit und Würde zu stärken und zugleich die eigene emotionale Stabilität zu schützen.
Beginn
Do., 25.02.2027, 09:00 Uhr
Ende
Do., 25.02.2027, 16:30 Uhr
Tagungsbeitrag
89,00 € (inkl. MwSt.)
Tagungsnummer
A27008
